Praktikant (m/w/d) in der Abteilung Klima, Umwelt, Infrastruktur

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Berlin, Germany
Position Type: 
Internship
Organization Type: 
Government
Experience Level: 
Not Specified
Degree Required: 
Bachelor's (Or Equivalent)
Languages Required: 
German

EXPIRED

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Die ausgeschriebene Stelle ist in der Abteilung Klima, Umwelt und Infrastruktur verortet. Sie werden zu je 50% in zwei unterschiedlichen Vorhaben arbeiten: dem Globalvorhaben „Unterstützung der Nitric Acid Climate Action Group“ und dem Globalvorhaben „Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien“. 
Die Gruppen „Klima und Klimapolitik" und „Energie, Wasser und Verkehr“, in denen die beiden Projekte jeweils angesiedelt sind, beraten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und andere Auftraggeber der GIZ in Fragen der Klimapolitik und ihrer praktischen Umsetzung sowie zu den Bereichen Umwelt, Wasser und Infrastruktur.

Hier ein kurzer Überblick über beide Projekte:

Globalvorhaben Unterstützung der Nitric Acid Climate Action Group:
Salpetersäure ist eine Stickstoffverbindung, die weltweit zur Herstellung von Kunstdünger verwendet wird. Bei der Produktion von Salpetersäure wird ein unerwünschtes Nebenprodukt ausgestoßen: Lachgas. Lachgas (N2O) ist ein Treibhausgas, das 265-mal so klimaschädlich ist wie CO2.
Die Technologie zur Minderung von Lachgasemissionen für Salpetersäureanlagen ist bereits verfügbar, leicht zu installieren und kostengünstig. Vor diesem Hintergrund hat Deutschland das Klimaaktionsbündnis Salpetersäure (Nitric Acid Climate Action Group, NACAG) ins Leben gerufen um das Phasing-out von Lachgasemissionen zu unterstützen. Ziel dieser globalen Initiative ist die Ausstattung aller Salpetersäureanlagen weltweit mit effektiver Technologie zur Lachgasvermeidung.
Das Klimaaktionsbündnis Salpetersäure bietet allen interessierten Unternehmen, Organisationen und Regierungen Informationen und technische Beratung an. Darüber hinaus stellt die Initiative jenen Staaten finanzielle Unterstützung zur Verfügung, die bereit sind, die Emissionsminderungen im Salpetersäuresektor nach 2020 fortzuführen. Das Vorhaben arbeitet verstärkt unter anderem mit Partnern in Tunesien, Jordanien, Mexiko, Kolumbien, Peru, Bosnien und Herzegowina, der Türkei sowie Südafrika zusammen.

Globalvorhaben zur Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien: 

Der Leitgedanke des BMU-Förderprogramms 'Exportinitiative Umwelttechnologien', welches 2016 vom BMU ins Leben gerufen wurde, ist, Innovationen im Umwelt- und Klimaschutz durch die Vermittlung von technischem und institutionellen Knowhow zu fördern. Dies kommt sowohl der Erfüllung globaler Umwelt- und Klimaziele (z. B. SDGs, NDCs) zugute, als auch der nachhaltigen Entwicklung in den Partnerländern, sowie deutschen Technologieunternehmen, deren Exportchancen in die Märkte der Partnerländer steigen. 

Das Globalvorhaben zur Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMU trägt zur Verbesserung förderlicher Rahmenbedingungen und der Entwicklung von Märkten für die Einführung und dauerhafte Anwendung von innovativen, integrierten Umwelt- und Klimaschutztechnologien und den Aufbau innovativer grüner Infrastruktur in ausgewählten Partnerländern bei. Hierfür setzt das Vorhaben Maßnahmen zur Verbreitung von Umweltwissen, der Umweltsensibilisierung und des Kapazitätsaufbaus um, bietet bedarfsorientiert spezifische technische Beratungsleistungen für Akteure des öffentlichen und privaten Sektors an und pilotiert den Einsatz moderner Umwelttechnologien im Sinne des Technologietransfers. 

Partnerländer des Vorhabens sind Indien, Jordanien, Ukraine sowie die ASEAN-Region (Fokus: Thailand und Malaysia) und Kuba. Themenbereiche in Indien sind die Textilindustrie sowie Abfallmanagement in Indien, Abwasserwiederaufbereitung in Jordanien, nachhaltige Stadtentwicklung in Kuba und der Ukraine, sowie komplexe Dienstleistungen (z. B. Rechenzentren) in Südostasien. Weiterhin stellt das Projekt den Wissens- und Erfahrungsaustausch sicher, einschließlich der Aufbereitung von Lernerfahrungen für das BMUB. Eine weitere wichtige Funktion des Projektes liegt in der Förderung eines Austausches unterschiedlicher Durchführungsorganisationen der Exportinitiative in den jeweiligen Partnerländern.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung bei der Kommunikation mit Partnerregierungen und Privatsektorakteuren der Partnerländer; Unterstützung der Projektteams im Bereich Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft/ Kooperationsmanagement, Austausch und Vernetzung
  • Unterstützung bei der fachlichen Beratung von Partnerregierungen zur Regulierung des Salpetersäureproduktionssektors; fachlich-inhaltliche Unterstützung des Projektteams im Bereich Umwelttechnologien (Fokus: Wasser/Abwasser, Stadtentwicklung, Umweltstandards, Abfall) 
  • Unterstützung beim allgemeinen Projektmanagement für beide Vorhaben (vor allem Wirkungsmonitoring, Berichterstattung, Wissensmanagement, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Unterstützung bei der Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von Fachveranstaltungen, Workshops und Konferenzen für beide Vorhaben
  • Recherchen und Unterstützung bei der Anfertigung von Wissensprodukten in den Themenbereichen Kohlenstoffmärkte, Pariser Abkommen, Treibhausgasminderung im Salpetersäuresektor, Umwelttechnologien, Exportförderung

Ihr Profil

  • Sehr guter Bachelorabschluss, aktuell im Masterstudium oder gerade abgeschlossenes Masterstudium in einer relevanten Disziplin mit Bezug zum Thema Umweltschutz, Umwelttechnologien, Klimawandel und/oder Internationaler Zusammenarbeit
  • Erste Arbeitserfahrungen im Bereich Internationale Zusammenarbeit, Umwelttechnologien oder Klima sind wünschenswert
  • Relevante Kenntnisse und starkes Interesse am Themenfeld Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit
  • Fähigkeit, sich schnell in neue Sachverhalte einzuarbeiten und sich schnell mit neuen Arbeitsweisen vertraut zu machen
  • Strukturierte und ergebnisorientierte Arbeitsweise
  • Analytisches Denkvermögen
  • Fähigkeit zu eigenständigem Arbeiten und auch Arbeiten im Team
  • Sehr gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit (Deutsch und Englisch)
  • Sehr gute Kenntnisse der gängigen MS Office Programme (Outlook, Word, Excel, PowerPoint) 
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse; weitere Sprachkenntnisse (vor allem, aber nicht nur, Französisch und Spanisch) sind von Vorteil