Berater (m/w) für Nachhaltige Wasser- und Sanitärversorgung

Bamako, , ML

Tätigkeitsbereich

Die Unterversorgung der Bevölkerung mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und der un-zureichende Zugang zu ausreichender Basissanitärversorgung stellen zentrale Entwicklungs-hemmnisse für Mali dar. Der Trinkwasser-Versorgungsgrad im ländlichen Subsektor betrug im Jahr 2015 nur 63 %. Die Zugangsrate zu Sanitärversorgung in ländlichen Gebieten liegt mit nur 22 % noch niedriger. Eine flächendeckende Infrastrukturentwicklung, ein professioneller Betrieb der Infrastrukturen sowie eine transparente Regulierung sind nicht gesichert. Seit dem Jahr 2002 tragen die insgesamt 703 Gemeinden die Gewährleistungsverantwortung (maîtrise d’ouvrage) für die Trinkwasser- und Sanitärversorgung, kommen ihrer Rolle aber nur eingeschränkt nach. Die regionalen und lokalen Fachbehörden für Wasser- und Sanitärversorgung bieten den Gemeinden noch keine bedarfsgerechten und ausreichend professionellen Unterstützungsleistungen an. Es fehlt ihnen an einem kohärenten Rollenverständnis, konkreten Umsetzungskonzepten und angemessenen Strategien und Mechanismen für den breitenwirksamen und nachhaltigen Ausbau der Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Demokratische Rechenschaftslegung sowie Transparenz und Teilhabe der Zivilgesellschaft im Wassersektor sind schwach ausgebildet. Insgesamt sind die verantwortlichen Akteure der Wasser- und Sanitärversorgung nicht in der Lage, eine landesweite nachhaltige Trinkwasser- und Basissanitärversorgung sicherzustellen (Kernproblem).

Das Ziel der TZ-Maßnahme lautet daher: die Leistungsfähigkeit der verantwortlichen Akteure der Wasser- und Sanitärversorgung für eine landesweite Versorgung ist gestärkt. Die Zielgruppe ist die gesamte Bevölkerung Malis. Schwerpunktregionen des Scaling up-Ansatzes sind Mopti, Koulikoro und Kayes.

Die TZ-Maßnahme ist Teil eines EZ-Programms. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Ver-besserung der Rahmenbedingungen für einen breitenwirksamen und nachhaltigen Betrieb. Ei-nem Mehr-Ebenen-Ansatz folgend, werden Kapazitäten und Strukturen der Fachministerien, der regionalen und lokalen Fachbehörden sowie der Gebietskörperschaften verbessert. Betreiber werden professionalisiert, eine geregelte Aufsicht etabliert, die Zivilgesellschaft gestärkt sowie die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure gefördert. Entsprechend gliedert sich das TZ-Modul in vier Handlungsfelder: 1) Sektorpolitikberatung, die zentrale Elemente guter Regierungsführung im Sektor, z.B. Regulierung, Transferleistungen, Transparenz adressiert. 2) Stärkung nationaler und regionaler Behörden sowie der Kommunen bestehende Richtlinien umzusetzen und angemessene Mechanismen für die Mobilisierung von Investitionen in eine breitenwirksame Infrastrukturversorgung zu entwickeln. 3) Nachhaltiger Betrieb der Versorgungseinrichtungen durch eine Professionalisierung der Betreiber sowie durch Überarbeitung eines geeigneten Auditmechanismus. 4) Verbesserung der operativen Kapazitäten der für Sanitärversorgung zuständigen Fachbehörden, angepasste Verfahren und Richtlinien zu entwickeln und zu operationalisieren.

 

Ihre Aufgaben

  • Inhaltliche Verantwortung und Steuerung des Handlungsfelds 4 Ausbau der Basissanitärversorgung;
  • Beratung der nationalen Fachbehörde DNACPN zur Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans zur Sanitärversorgung 2016-2030 sowie Umsetzung der nationalen Sanitärversorgungsstrategie;
  • Beratung der DNACPN zur Datenerhebung und zum Aufbau sowie Pflege eines dynamischen Basisinformationssystems im Bereich Basissanitärversorgung;
  • Steuerung der Umsetzung von HCD-Maßnahmen auf der Grundlage eines Fortbildungsplans der DNACPN (ggf. auch auf regionaler Ebene);
  • Beratung der DNACPN bei der Erarbeitung eines nationalen Leitfadens für die Erstellung kommunaler Sanitärversorgungspläne und deren Umsetzung auf kommunaler / interkommunaler Ebene;
  • Abstimmung bei der Umsetzung von Pilotmaßnahmen auf regionaler Ebene mit der FZ;
  • Steuerung des UAN im HF 4 bei der Gestaltung der Pilotmaßnahmen aus den kommunalen Sanitärversorgungsplänen;
  • Aufarbeitung der Best Practices zur Umsetzung des Leitfadens für die kommunalen Basissanitärversorgungspläne (Scaling Up);Unterstützung der Programmleitung bei der Sektorpolitikberatung auf Ebene des MEADD und der Sektorabstimmung mit dem MEE;
  • Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Finanzmittelplanung und Budgetverfolgung des HF 4;
  • Abstimmung mit den Verantwortlichen für HF 1, 2 und 3;
  • Abstimmung mit den anderen TZ-Vorhaben, insbesondere hinsichtlich des Vorgehens auf regionaler Ebene (vor allem mit UNICEF);Koordination des Wissensmanagements des HF (auch im Rahmen der Community of Practice Scaling up Access to Water and Sanitation der GIZ);
  • Zuarbeit bei der Fortschrittsberichterstattung.
 

Ihr Profil

  • Abschluss in einem für den Wassersektor relevanten Studiengang
  • Mehrjährige Berufserfahrung in der Planung, Konzeption und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Sanitärversorgung
  • Langjährige Berufserfahrung in der EZ
  • Erfahrung in der Beratung von politischen Akteuren in einem politisch sensiblen Umfeld
  • Regionale Erfahrung, insbesondere im frankophonen Afrika
  • Gute Kenntnis der Management- Standards der GIZ; Gute Kenntnis von Capacity Development-Ansätzen der GIZ und der GIZ Instrumente
  • Beratungs-, konzeptionelle und Strategiekompetenz
  • Soziale und kommunikative Kompetenz
  • Hohe Belastbarkeit und Motivation; Reisebereitschaft im Land
  • Französisch fließend in Wort und Schrift, Deutsch, Englisch

Einsatzzeitraum

01.01.2018 – 30.04.2019

Unser Angebot

Hinweise

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 19.11.2017.

Kontakt:
Martin Henneberg
++49 – (0)6196 – 79 – 2130


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DEGREE REQUIRED

LANGUAGE REQUIRED